Top 10 CFD Broker

Aktualisiert am: 18.10.2021


ALLGEMEINES RISIKO WARNUNG: Die von den Online Brokern angebotenen Finanzdienstleistungen sind mit einem hohen Risiko verbunden und können zum Verlust aller Ihrer Mittel führen. Sie sollten niemals Geld investieren, dessen Verlust Sie sich nicht leisten können

Was ist CFD Trading?

CFD Trading ist der Handel mit Contracts for Difference. Diese Differenzkontrakte sind Derivate auf bestimmte Basiswerte (Assets) wie Aktien, Indizes, Forexwerte, Rohstoffe und manchmal auch Anleihen. Sie bilden die Kursbewegung (beziehungsweise die Differenz der Kursbewegung) ihres Basiswertes gehebelt ab, wobei unterschiedlich große Hebel möglich sind - von etwa 1:5 (auf manche Aktien) bis 1:1.000 und auch noch darüber.

Chancen und Risiken des CFD Tradings

Üblich sind beim CFD Trading Hebel um 1:200 bis 1:400. Das bedeutet, mit wenig Kapital kann der Trader innerhalb von Minuten oder Stunden 20 %, 50 %, 100 % und auch noch viel mehr gewinnen. Es bedeutet aber auch, dass diese Derivate sehr spekulativ sind, Anleger sollten die Risiken genau kennen. Es sind mit vergleichsweise geringem Kapitaleinsatz hohe Gewinne, aber ebenso hohe Verluste möglich. Letztere können je nach Gestaltung des CFDs und Konditionen des Brokers die Einlage des Traders um ein Vielfaches übersteigen, wenn er ein institutioneller Anleger ist. Für Privatanleger ist der Verlust in Deutschland seit 2017 auf das Kapital seiner eingegangenen Position beschränkt. Die früher mögliche Nachschusspflicht entfällt nach einem BaFin-Verbot, es ist jedoch immer noch der Totalverlust einer Position möglich. Selbst wenn ein Trader über den entsprechenden Kenntnisstand verfügt, bleibt doch das CFD Trading sehr spekulativ. Prinzipiell eröffnet der Anleger mit wenig Kapital am Markt eine große Handelsposition. Dabei bestehen erhebliche Risiken, die sich nicht vollständig ausschließen lassen - auch nicht durch einen Stopploss im Intradayhandel. Es sind immer Kursbewegungen möglich, die so schnell verlaufen, dass ein Stopploss weit unterschritten wird. Die Differenz zwischen dem Stopploss-Kurs und dem Ausbuchen des CFDs (sogenannte Slippage) kann so groß sein, dass es zum Totalverlust kommt. Beim Halten eines CFDs über Nacht kann der Kurs durch ein Gap (Kurslücke) den Stopploss weit unterschreiten.

Unterschiede des CFD Tradings zu sonstigen Handelsaktivitäten

CFD Trading unterscheidet sich vom Handel mit Aktien, Forex-Lots, Anleihen oder Rohstoff-Futures, weil der CFD generell eine Wette auf die Kursbewegung darstellt und der Trader damit keine Rechte am Vermögenswert erwirbt. Bei einer Aktie beispielsweise wird der Erwerber als Aktionär praktisch Teilhaber des Unternehmens und kann dabei sogar über Stimmrechte verfügen. Der CFD Anleger hingegen profitiert oder verliert ausschließlich durch die Kursentwicklung des Basiswertes. Er kann dabei in beide Richtungen gewinnen: bei steigenden ebenso wie bei fallenden Kursen. Hierfür gibt es Call-CFDs auf steigende und Put-CFDs auf fallende Kurse. Der Handel mit CFDs findet über spezialisierte Broker als OTC-Geschäft ("Over the Counter") statt. Das ist ein außerbörslicher Handel. Der Broker verkauft als Market Maker den CFD an den Anleger und kauft ihn von diesem auch mit Gewinn oder Verlust wieder zurück. Gegen Gewinne des Traders hedgt sich der Broker, er verliert dabei also nichts. Ebenso wenig gewinnt er, wenn der Trader verliert. Sein einziger Gewinn ist ein Spread und auf manche CFDs (in der Regel Aktien- und Anleihen-CFDs) eine geringe Ordergebühr. Das Hedgen vonseiten des Brokers betrifft den Positionsüberhang (Exposure) seiner Trader. Das bedeutet: Manche Trader setzen bei einem Vermögenswert auf einen steigenden Kurs, andere auf einen fallenden Kurs, einfach weil die Trader an verschiedene Prognosen zur Kursentwicklung glauben. Das gleicht sich bis zu einem bestimmten Punkt aus, doch es wird immer ein gewisses Übergewicht einer Seite geben. Dieses gleicht der Broker durch eigene Handelsaktivitäten aus, sodass ein “Nullsummenspiel” entsteht. Die Funktion des CFD Brokers als Market Maker macht einen weiteren, wichtigen Unterschied des CFD Tradings zu sonstigen Handelsaktivitäten aus: Die CFDs werden nur bei diesem Broker gehandelt, aber nicht - im Gegensatz zu anderen Derivaten wie Optionsscheinen oder Knock-outs - börslich platziert. Der Trader ist also auf die Kursfeststellung des Brokers und auf die Zuverlässigkeit von dessen technischer Plattform angewiesen. Das bedeutet, dass für das CFD Trading die Brokerauswahl sehr wichtig ist.

Vor- und Nachteile des CFD Tradings

CFD Trading Vorteile

- einfach verständliche Produkte

- Handel mit sehr wenig Kapital möglich (auch mit 20 Euro oder weniger)

- meistens keine Ordergebühren, lediglich auf Aktien-, Anleihen- oder Futures-CFDs

- CFD kann endlos und ohne Zeitwertverlust laufen

- Gewinne bei steigendem und fallendem Kurs des Basiswertes möglich

- Auswahl an CFDs ist riesig aufgrund des sehr großen Handelsuniversums an Indizes, Aktien, Rohstoffen, Forexwerten, Anleihen und Futures

- Trader handelt mit geringem Kapital hohe Volumina

CFD Trading Nachteile

- durch Hebelwirkung hohe Verluste möglich

- Slippage ist nicht auszuschließen, daher kann Stopploss zur Absicherung dienen, muss aber nicht immer funktionieren

- Overnight-Handel kann durch Gaps sehr riskant sein

- für erfolgreichen Handel sind gute Marktkenntnisse nötig

Wie funktioniert der CFD Handel?

Handelsumsätze und Gebühren: Wichtig ist für das CFD Trading auf die interessantesten Werte - Devisenpaare, Indizes und Rohstoffe -, dass es gebührenfrei stattfindet. Der Broker erhebt lediglich einen Spread, der sehr klein ausfallen kann. Das ist ein wesentlicher Unterschied zum sonstigen Derivatehandel. Die Knock-outs beispielsweise funktionieren als Derivate ganz genauso wie CFDs, sie laufen mit der Kursdifferenz 1:1 mit. Doch sie werden von einem Emittenten angeboten und börslich platziert, der betreffende Broker fungiert nur als Mittler und erhebt dafür eine Gebühr. Es ist auch der OTC-Handel mit dem Emittenten (einer Bank) möglich, hierfür erhebt der Broker aber meistens auch eine Gebühr, die selten unter fünf Euro liegt. Üblich sind bei Discount-Brokern Ordergebühren etwa ab 5,90 Euro für eine einzige Transaktion auch mit sehr geringem Umsatz. Gerade private Trader aber setzen auf sehr kleine Positionen. Sie möchten zum Beispiel mit 50 oder 100 Euro eine kleine Spekulation tätigen, weil so viel Geld jedermann erübrigen kann und sich das Risiko schließlich im Normalfall durch einen Stopploss begrenzen lässt. Es wurden oben zwar die vielen Risiken erklärt, auch auf die mögliche Slippage haben wir verwiesen, doch das ist nicht der Normalfall. Normalerweise (in 99 % aller Fälle) funktioniert ein Stopploss sehr gut. Der Trader könnte also insgesamt 50 Euro einsetzen und dabei mit dem ersten Stopp 10 Euro riskieren. Wenn sich nun der Kurs in die richtige Richtung bewegt, kann der Trader seinen Stopp nachziehen und im Zweifelsfall sogar mit einem Euro Gewinn - bei zwei Punkten Kursgewinn abzüglich einem Punkt Spread - aussteigen. Mit einem Knock-out müsste er erst die 11,80 Euro Ordergebühr verdienen, was nicht immer gelingt - mit wenig Kapital erst recht nicht. Das macht die CFDs so sehr reizvoll.

Funktionsweise des CFD Tradings: ein praktisches Beispiel

Der Trader beobachtet den Dax und glaubt aufgrund eines Chartmusters, dass dessen Kurs in den nächsten Minuten oder Stunden steigen könnte. Daher kauft der Trader beispielsweise drei Call-CFDs zu je 100 Euro mit einem Punkt Spread und tätigt einen Kapitaleinsatz von 300 Euro. Ordergebühren entstehen bei den Index-CFDs nicht. Diese CFDs bewegen sich um einen Euro ihres Preises mit einem Dax-Punkt mit. Das bedeutet, wenn der Dax um 100 Punkte fallen würde (was alle Tage vorkommt), wären sie wertlos. Wenn der Dax um 10 Punkte steigt, gewinnt der Trader 27 Euro, nämlich pro CFD 10 Euro abzüglich eines Euros Spread. Der Trader sichert sein anfängliches Risiko, wenn er geschickt ist, mit drei Stopploss-Orders ab:

  • fünf Punkte unter dem ersten CFD
  • neun Punkte unter dem zweiten CFD
  • 13 Punkte unter dem dritten CFD

  • Zu dieser Punktzahl unter dem Kaufpunkt kommt noch der eine Punkt Spread pro CFD. Der Trader riskiert daher anfänglich 6 + 10 + 14 = 30 Euro, was 10 % seines Kapitaleinsatzes entspricht und - wichtig zu wissen! - beim Derivatetrading vollkommen in Ordnung ist. Die Stopplossabstände wurden in diesem Beispiel willkürlich benannt, sie könnten auch knapper ausfallen, weiter jedoch nach Möglichkeit nicht, weil mehr als 10 % nicht riskiert werden sollten. Wenn sich der Kurs in die richtige Richtung bewegt, zieht der Trader seine drei Stopps nach und kann bei günstigem Kursverlauf seine Stoppabstände verbreitern, sodass zum Beispiel der erste Stopp irgendwann 10 Punkte unter dem Kursstand, der zweite 30 und der dritte sogar 50 Punkte unter dem aktuellen Kurs steht - aber erst dann, wenn alle Stopps den Kaufpunkt überwunden haben, jeder CFD also prinzipiell im Gewinn steht. Damit eröffnet sich der Trader die Chance, auch größere Rücksetzer zu überstehen. Am Ende des Tages zieht er seine drei Stopps zusammen. Der Gewinn würde bei 50 Dax-Punkten dann 47 % betragen (immer abzüglich Spread), bei 103 Dax-Punkten und allen drei CFDs im Gewinn hätte der Trader 100 % verdient. In der Praxis bringt er meistens nur einen oder zwei der drei CFDs bis zum Ende des Kursverlaufs durch.

    Was ist beim CFD Trading handelbar?

    CFDs gibt es praktisch auf alle Aktien, die börslich gehandelt werden, des Weiteren auf alle gängigen Indizes, Rohstoffe und Währungspaare, wobei bei Letzteren die meisten Broker CFDs auf alle Majors und Minors sowie einige interessante Exoten anbieten. Vielfach sind stehen CFDs auf rund 50 bis 70 Devisenpaare zur Verfügung. Anleihen- und Futures-CFDs bietet nicht jeder Broker an. Das Anlageuniversum kann gut einen fünf- bis sechsstelligen Bereich abdecken. Ebenfalls wichtig zu wissen: Auf einen einzigen Wert wie den deutschen Dax oder das Währungspaar EUR/USD kann es mehrere Hundert oder gar mehrere Tausend CFDs geben, nämlich zu ganz unterschiedlichen Preisen und mithin mit sehr unterschiedlicher Hebelwirkung. Das ist sinnvoll, weil es Trader geben kann, die langfristige Positionen eröffnen möchten und daher einen CFD mit einem Preis von 400 Euro kaufen, der 400 Punkte von seinem Totalverlust entfernt ist und ohne Stopploss gehalten wird, um einen großen Dax-Rücksetzer aussitzen zu können. Das wäre eine Handelsstrategie, die sich vom oben beschriebenen Vorgehen unterscheidet, aber im Sinne des Risikomanagements plausibel wäre, wenn der Trader mit 4.000 Euro Kapital operiert und die 400 Euro für ihn wiederum nur 10 % Risiko bedeuten.

    Was ist beim CFD Handel zu beachten?

    Der CFD-Hebel

    Der CFD-Hebel bildet die Relation der CFD-Preisveränderung zur Kursbewegung ab. Wenn der CFD 100 Euro kostet und der Dax bei 10.000 Punkten steht, beträgt der Hebel 1:100. Wenn der CFD 50 Euro kostet, wäre es ein Hebel von 1:200. Diese Hebelwirkung kann ganz enorm ausfallen, womit riesige Gewinne, aber auch schnelle Verluste möglich sind. Wenn der CFD nämlich 1:200 gehebelt ist, kann der Trader bei einer Bewegung von 100 Dax-Punkten schon 200 Prozent verdienen - sein CFD wird bei jedem Dax-Punkt um einen Euro teurer, aus 50 Euro werden dann also 150 Euro = +200 %. Doch ein Stopp von nur 10 Punkten würde schon (Spread vernachlässigt) 20 % Verlust bedeuten, und 10 Punkte sind ein knapper Stopp.

    CFD Margin und Margin Call

    Die Margin ist die nötige Einlage, um einen CFD zu erwerben. Kostet der CFD 100 Euro, wären das 1 % Margin beim Dax-Stand von 10.000 Punkten. Der Margin Call ist ein Nachschießen von Geld, wenn der Kurs unter die Margin sinkt und der CFD nicht durch einen Stopploss abgesichert war. Der Anleger muss dann die Verluste über seine Margin hinaus ausgleichen, es kann sich um ein Vielfaches davon handeln. Beispiel: Der CFD kostete 100 Euro und war nicht abgesichert (oder der Stopploss hielt der Slippage durch einen gigantischen Kursrutsch nicht stand), der Dax fiel aber um 300 Punkte. Der Anleger hätte seine Margin von 100 Euro verloren und müsste außerdem per Margin Call noch 200 Euro nachschießen. Achtung! Private Anleger sind in Deutschland seit 2017 von dieser sogenannten Nachschusspflicht befreit!

    Wie findet man den richtigen CFD Anbieter?

    CFD-Broker sollen bestimmte Kriterien erfüllen. Im Überblick:

    Sie sollten durch eine Aufsichtsbehörde reguliert sein.

    Die Einstiegshürden sollen niedrig ausfallen. Das betrifft beispielsweise niedrige Anforderungen an die Kontokapitalisierung.

    Ein großes Anlageuniversum ist sehr günstig.

    Ein Demokonto und ein großes Bildungsangebot hilft Einsteigern.

    Der Support sollte zuverlässig und auf Deutsch funktionieren.

    Fazit: CFD Brokervergleich

    Mit unserem CFD Brokervergleich finden Sie den passenden CFD Broker. Schauen Sie sich in Ruhe um und entscheiden Sie dann nach Ihren Kenntnissen und Präferenzen.


    Beste Wahl: FiNMAX

    Der Broker FiNMAX gehört zur Londoner Morris Processing Ltd. und ist auch deutschen Tradern schon relativ gut bekannt. Zu den Kennzeichen gehören gute Handelskonditionen, ein kostenloses Demokonto und die Trade Smarter Handelsplattform mit der Möglichkeit des Social Tradings. Die Muttergesellschaft wird von der britischen Finanzaufsicht FCA überwacht, der Broker hält zusätzlich eine Lizenz des FMRRC (Financial Market Relations-Regulation Center). Außerdem listet er auf seiner Webseite Siegel von Trusted-Broker und VeriSign Trusted auf.

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    Die FiNMAX Handelskonditionen

    Die Mindesteinzahlung für eine Kontoeröffnung beträgt 100 Euro oder Dollar, das Mindesthandelsvolumen liegt bei nur fünf Euro. Auf Standardoptionen schüttet der Broker Renditen bis zu 90 % aus. Die Handelsplattform Trade Smarter ist sehr übersichtlich, sie erlaubt das Nachvollziehen von Trades anderer Anleger (Social Trading). Die Webseite steht in gutem Deutsch zur Verfügung. Der Handel in den vier Assetklassen Aktien, Rohstoffe, Währungen und Indizes ist mit Optionsvarianten möglich.

    Banking und Service bei FiNMAX

    Ein- und Auszahlungen sind per Überweisung, mit Kreditkarten und eWallets möglich, es gibt drei Kontoarten (Basiskonto ab 100 Euro, Silberkonto ab 1.000 Euro, Goldkonto ab 5.000 Euro Einzahlung). Der Support ist telefonisch auch in Deutschland, per Mail, Chat, Kontaktformular oder Skype zu erreichen und spricht ausgezeichnet Deutsch. Zum Service gehören auch kostenlose Handelssignale.

    finmax


    Basic data of broker

    Web platform score:
    97%
    Mobile platform score:
    95%
    Desktop platform score:
    96%

    • Rating:
    • Sprache: english spanish french german italien
    • Mindesteinlage: 100
    • Broker für: Forex & CFD
    • Mindest-ordergrösse: 5
    • Demokonto: ✓
    finmax desk

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